Es
war ja vorauszusehen. Trotz aller Vorinformationen meinerseits über die am
Anschluss eingesetzte Hardware klappte die Umstellung auf den neuen Tarif
Comfort & Classic mit ISDN nicht. Das seit 2001 in Betrieb befindliche
Modem, erklärte mir der freundliche Herr von der Telekom-Hotline, sei für DSL
3000 nicht brauchbar. Stimmt: Die rote Leuchte flackerte unaufhörlich. Ich müsse
ein neues Modem bestellen, sagte er, und so lange werde mein Anschluss wieder
auf DSL 1000 zurück gesetzt, damit ich überhaupt online gehen könne. Das war
natürlich äußerst entgegen kommend, dauerte aber auch von 17 Uhr bis 16 Uhr
am nächsten Tag. Dumm für uns: Schließlich standen ausgerechnet in diesen
Tagen Fertigstellung und Versand der neuen FE-Ausgabe 19 auf dem Programm.
Die
Telekom, deren neuer Chef René Obermann sich ja einen besseren,
kundenfreundlicheren Service auf die Fahnen geschrieben hat, kann man nun nur
noch über einen Sprachcomputer erreichen - bis man da am Ziel ist, hat man
schon einiges an Fleißarbeit erledigt und sich durch deutliches Sprechen z.B.
der Anschlussnummer voran gearbeitet. Ertönt dann eine freundliche Stimme, dass
aufgrund des großen derzeitigen Auftragsvolumens derzeit keine Telefonate
angenommen werden können, ist die Freude riesig. Dennoch meldete sich aber kurz
vor dem Auflegen oben schon lobend erwähnter Herr. Leute mit Hustenanfall
brauchen den Sprachcomputer allerdings nicht zu konsultieren: „Ich habe Sie
nicht verstanden“, klingt es dann aus dem Hörer, ehe die letzte Frage
wiederholt wird.
So
ein Tarifwechsel ist anscheinend immer mit Reibungsverlusten verbunden - genau
wie ein Providerwechsel. Denn über eben geschilderte Schwierigkeiten hinaus
funktionierte die Rufnummernanzeige nicht mehr.
Dank des freundlichen Kundendienstes habe ich inzwischen ein neues Alleskönner-Modem, das Speedport W700V, das zusätzlich ein Router mit vier Netzwerk-Anschlüssen und ein WLAN-Router ist. Außerdem kann man zwei Telefone anschließen und ohne PC übers Internet telefonieren - wozu natürlich einige Voraussetzungen zu erfüllen sind. Als Trost und kleine Entschädigung für den Ärger gab es das neue Modem übrigens zum Nulltarif, wie sich bei der letzten Telefonrechnung herausstellte. Das nenne ich echt edel.
Fazit:
Es hat zwar etwas geholpert, aber dank des Kundendienstes läuft unser Anschluss
nun mit neuester Technik und dreifachem Tempo. Der neue Vertrag Call and Surft
hat eine Mindestlaufzeit von einem Jahr, danach kann man aber jederzeit in
Monatsfrist kündigen.
Gegenüber vor zwei Jahren, als wir unsere ganz persönliche
"T-Online-Story" erlebten, ist bereits einiges bei der Telekom viel
besser geworden; nur an den Sprachcomputer werde ich mich wohl nie gewöhnen ...
Nun bin ich echt auf das Ergebnis einer Umfrage der Stiftung Warentest zu eben diesen Problemen gespannt. In einer Online-Umfrage auf www.test.de/telefonanbieter konnten Kunden ihrem Ärger Luft machen: Haben Sie schon einmal gewechselt? Warum haben Sie gewechselt? Welche Probleme gab es dabei? Und wie gut wurden diese Probleme gelöst? Ich habe das auch schon ausgefüllt ...
Ergebnisse unter www.stiftung-warentest.de
Dieter Hurcks (Februar 2007)