Neben
dem Gerät im matt-schwarzen Holzgehäuse gehören das Steckernetzteil, eine
flunderflache Fernbedienung sowie neben einer A4-Kurzanleitung eine ausführliche,
26-seitige PDF-Bedienungsanleitung auf CD zum Lieferumfang. Ein Ergänzungsblatt
informiert über die letzten Änderungen – so kann der Radiobesitzer nun auf
12.000 statt auf 3.000 Webradios zugreifen und auch Podcasts abspielen.
Auf der dunkelgrauen Frontseite befinden sich neben dem großen, beim Drehen leichte Schleifgeräusche absondernden Lautstärkeregler zehn große, hellgraue Plastikdrucktasten, darunter fünf Speichertasten. Auf der Rückseite sind die üblichen Anschlüsse sowie ein Netzschalter untergebracht: Line In und Line Out, Lautsprecher, LAN- und USB-Buchse, der Anschluss fürs Netzteil und ein Gewinde zum Anschrauben der WLAN-Antenne. Auf der Oberseite befindet sich der Anschluss für einen iPod. Dieser Anschluss ermöglicht es, von einem iPod einfach Musik abzuspielen und den Akku des iPod aufzuladen. Zum Abspielen wird der iPod direkt über das Hauptmenü des DR440i gesteuert. Auch lassen sich eine Wiedergabeliste erstellen und die entsprechenden Befehle per Fernbedienung eingeben.

Helle
Tasten, dunkelgraue Front und schwarzes Holzgehäuse. Rechts: Bassreflexrohr
links neben
der WLAN-Antenne. Angeschlossen ist das Netzwerkkabel (LAN/Eithernet). Fotos:
Albrecht/urc
Inbetriebnahme
Nach
dem ersten Einschalten heißt es nach der üblichen Premieren-Wartezeit von etwa
einer halben Minute im blau-weißen, gut ablesbaren Display: „Select
Language“. Das geht nicht mit den Gerätetasten, sondern nur über die etwas
störrische Fernbedienung (FB). Diese ist in englischer Sprache beschriftet und
wird von einer Flachbatterie mit Strom versorgt. Die Einrichtung des Netzzugangs
bereitet keine Probleme. Das angeschlossene LAN-Kabel wird erkannt und das
Internetradio 440i mit dem Router verbunden. Die Datumsanzeige im Display ist
weiterhin in Englisch.
Unter
der FB-Taste SYSTEM verbergen sich diverse Einstellungen wie die
Displayhelligkeit. Hier kann auch das Datumsformat geändert werden, allerdings
nicht die Sprache der Monatsangaben. Über den - wie einige andere auch - noch
nicht eingedeutschten Menüpunkt „Load Factory settings“ lässt sich die
Werkseinstellung wiederherstellen. Über das Menü „Firmware“ kann man prüfen,
ob die Betriebssoftware auf dem neuesten Stand ist und diese ggf. updaten.
WLAN
konfigurieren
Ich
schalte das Gerät aus, ziehe das LAN-Kabel ab und schalte wieder ein. Über die
Taste SYSTM rufe ich den Netzwerkassistenten auf. Im Display erscheint eine
Liste von Drahtlos-Netzwerken in der Umgebung, darunter auch mein eigenes, das
natürlich verschlüsselt ist. Ich wähle es aus und werde nun aufgefordert: „Ändern
WPA Passphrase“. Da die Tasten der
Fernbedienung mehrfach belegt sind, ist es etwas nervig, bis man seinen Schlüssel
endlich eingegeben hat. Danach wird das Netz gefunden und der Empfang von
Internetradio kann beginnen.
Die
Schrift im Display ist so riesig, dass maximal acht Buchstaben angezeigt werden.
Aber ein Druck auf die Info-Taste genügt, um die Schrift zu verkleinern oder
sich wahlweise die Uhrzeit in großen Ziffern anzeigen zu lassen.
Stationen
abspeichern
Und
wie speichert man einen Sender ab? Längeres Drücken auf eine der Zifferntasten
1 bis 5 am Gerät bringt zunächst keinen Erfolg, auch nicht bei der
Fernbedienung. Die Kurzanleitung endet nach der Netzinbetriebnahme. Nun heißt
es also, die CD zu konsultieren. Oder doch noch weiterprobieren?
Mit
der FB-Taste „Preset“ klappt es dann aber doch noch. Im Display erscheint:
„Zum Speichern 0-9 drücken“. Jetzt kann man wahlweise eine Taste auf der FB
oder am Gerät drücken. Es wird nicht gewarnt, wenn ein Speicher schon belegt
ist. Plötzlich klappt das Speichern am Gerät doch, wenn ich länger eine
Zifferntaste drücke. Nur bei der Fernbedienung ist vorher „Preset“ zu betätigen.
Übung macht wohl auch hier den Meister … Zu den zehn Speichertasten gibt es
weitere Möglichkeiten, seine Lieblingsstationen schnell aufzurufen, zum
Beispiel über die Favoritenliste.
Tipp
vom Hersteller: Die Presets sind ebenso wie die Favoriten verfügbar, und während
beide mit Files und Radiostationen arbeiten, liegt die Idee darin, die Presets
lieber für die Radiostationen und die Favoriten für einzelne Stücke, Alben
und Playlisten zu verwenden.
Die Liste der im DR440i gespeicherten Radiostationen wird durch einen exklusiven vTuner-Premium-Service eingerichtet und aktuell gehalten. Dieser Service sorgt dafür, dass man trotz der ständigen Veränderungen der Internetradiowelt stets eine aktuelle, verlässliche Auswahl an Stationen zur Verfügung hat. Je nach den Einstellungen im Konfigurationsmenü kann der DR440i auch automatisch den vTuner kontaktieren, um tägliche Updates durchzuführen.
Einstellung der Sprache
Intelligenztest
Ich
schalte das Gerät auf der Frontseite aus und den WLAN-Router ab, stecke erneut
das LAN-Kabel ein. Nach dem Einschalten findet das Radio kein Netz und meldet
einen Serverfehler. Zweiter Versuch: Ausschalten mit dem Netzschalter und wieder
einschalten. Nun wird das LAN gefunden und das Hörvergnügen kann beginnen. Man
muss das Gerät also in solchen Fällen immer richtig vom Netz trennen. Es ist
sinnvoll, für LAN- und WLAN-Betrieb ein eigenes Profil abzuspeichern. Drei
Profile sind möglich.
USB-Speicher
anschließen
Über den
USB-Anschluss an der Geräterückseite lässt sich ein USB-Speicher anschließen,
etwa ein Stick oder eine externe Festplatte. Der DR440i unterstützt USB 1.x-
und USB2.0- Speichergeräte. Tastaturen und Mäuse werden nicht unterstützt –
wozu auch?, auch nicht externe MP3-Speichergeräte mit Zusatzfunktionen
(USB-Hub, Datenverschlüsselung usw.). Einige MP3-Player verschlüsseln die
darauf gespeicherten Dateien, so dass diese nicht gelesen werden können.
Der
DR440i ist in der Lage, Musik per WLAN von der Festplatte eines Computers
abzuspielen. Dieser muss als UPnP-kompatibler Server eingerichtet werden, wozu
etwa die UPnP-Software TwonkyVision (kostenlos im Internet) zu installieren ist.
Vorteil
dieser Zugriffsweise: Es können mehrere UPnP-Server im gleichen Netzwerk
betrieben werden. „Da muss der Papa nicht hören, was die Tochter mag und
umgekehrt! Jeder aktive UPnP-Server wird zum schnellen und einfachen Zugang
separat im Menü des DR440i angezeigt.“ (O-Ton DR440i-Manual)
Fazit:
Sachlicher Einstieg
Das
Albrecht-Internetradio DR440i ist funktionell und gut geeignet, einmal in das
riesige Angebot an Internetradios und Podcast hinein zu schnuppern. Die
Bedienung ist schnell erlernt und der Hörspaß kann beginnen – vom
Literatur-Podcast über das Bundesligaradio 90elf bis hin zu exotischen
Stationen aus aller Welt. So eine Exkursion durch die nach Genres und Ländern
sortierten Radios kann einen die langen und dunklen Winterabende zumindest
zeitweise vergessen lassen. Der Klang aus dem 5-Watt-Lautsprecher ist passabel,
wenn man die Lautstärke nicht zu weit aufdreht. Ein Bassreflexrohr liefert bei
tiefen Tönen einen angenehmen Sound. Ein Klangregler ist nicht vorhanden. Die
Bedienungsanleitung ist gut gelungen und leicht verständlich.
iPod-Docking-Station auf der
Oberseite
Auf
einen Blick
Getestet:
Internetradio DR440i von Albrecht im schwarzen Holzgehäuse
Anschlüsse: Netzwerk (LAN RJ-45), WLAN-Antenne, Dockingstation
für iPod, Line Out (auch für
Kopfhörer, aber Lautstärke nicht regelbar), USB-Buchse für
externe Speichermedien, Line In für externen Zuspieler wie MP3-Player
Sonstiges: Sleep-Timer (bis 120 Minuten), aber kein Wecker
Mono-Top-Lautsprecher:
5 Watt
Folien-Fernbedienung
im Lieferumfang inkl. Flachbatterie
Streaming-Funktion: UPnP
AV
1.0
Anzeige: großes Display mit diversen Anzeigen,
u.a. Datum,
Uhrzeit, Interpret/Titel; Dimmer-Funktion
Stromversorgung:
Steckernetzteil
Maße/Gewicht:
220
x 130 x 130 mm (B x T x H)
Preis:
ab ca. 160 Euro zzgl. Versandkosten (10/2009)
Info: www.albrecht-online.de